Die 10 wichtigsten Kriterien bei der Locationwahl
- Kapazität und Raumangebot
- Lage und Erreichbarkeit
- Ambiente und Atmosphäre
- Technische Ausstattung und Infrastruktur
- Preisstruktur und Kostenkontrolle
- Catering und Verpflegungsmöglichkeiten
- Flexibilität und Individualisierung
- Service und Betreuung vor Ort
- Parkplätze und Übernachtungsmöglichkeiten
- Sicherheit, Zugänglichkeit und Barrierefreiheit
Kapazität und Raumangebot
Maßgeschneiderte Räume für jeden Anlass
Die Größe der Location muss zur Personenzahl und Veranstaltungsform passen.
Wer einen Veranstaltungsort auswählt, begegnet zunächst einer scheinbar simplen, aber entscheidenden Frage: Wie viele Personen erwarten Sie? Die Raumkapazität ist das erste K.o.-Kriterium. Für eine Hochzeit mit 120 Gästen funktioniert ein stilvolles Loft, während ein Branchentreff von 500 Teilnehmenden ein Kongresszentrum erfordert. Doch nicht allein die Zahl zählt. Verschiedene Raumkonzepte – festliche Säle, separate Breakout-Räume oder weitläufige Außenbereiche – bieten Möglichkeiten für Workshops, Get-togethers und Rückzugsorte. Ein zu kleiner Raum erzeugt Enge, ein zu großer verliert an Intimität. Immer relevant: Feuerschutz-Verordnungen und die Einhaltung von Höchstgrenzen.

Lage und Erreichbarkeit
Punkte sammeln durch kluge Standortwahl
Die beste Location nützt wenig, wenn sie schwer erreichbar ist. Zentrale Lage, gute Anbindung an den öffentlichen Nahverkehr und kurze Wege zur Autobahn bieten Gästen Komfort. Gerade für Firmenveranstaltungen ist der Weg vom Bahnhof oder Flughafen entscheidend. Typisches Beispiel: Eine Tagung im Business-Hotel direkt am ICE-Bahnhof Frankfurt zieht Teilnehmer aus dem gesamten Bundesgebiet mühelos an. In ländlichen Regionen punkten Locations, wenn sie gut ausgeschildert und Parkplätze in ausreichender Zahl bieten.
Gut erreichbar ist halb gewonnen
„Die Erreichbarkeit entscheidet über die Teilnahmequote“ — Deutscher Veranstaltungsservice, 2023
Bei internationalem Publikum ist die Entfernung zum nächsten Flughafen ein zentrales Kriterium. Shuttle-Services erhöhen die Attraktivität zusätzlich.
Verkehrslage als Stimmungsmacher und -killer
Stau, Parkplatzsuche oder ein abgelegenes Dorf ohne Taxi-Optionen sorgen für Frust und Verspätungen. Gerade bei Feierabend-Events ist eine gute Erreichbarkeit entscheidend, damit Gäste entspannt ankommen. Eine eigene Anfahrtsbeschreibung auf der Einladung ist Pflicht.
Checkliste zur Standortauswahl
Zu beachten: Anbindung öffentlicher Verkehr, Entfernung zu Hotspots, Parkplatzsituation und direkte Nachbarschaft (Lärm, Sichtschutz, Umgebungssicherheit).
Ambiente und Atmosphäre
Stil, Charme und Corporate Identity
Jede Veranstaltung lebt von ihrer Atmosphäre. Ob urbanes Loft, barockes Schloss, rustikales Landgut oder moderne Industriehalle – der Charakter der Location steuert das emotionale Setting. Für ein Tech-Startup empfiehlt sich ein cleanes, innovatives Umfeld. Für eine Silberhochzeit darf es glanzvoll und gemütlich zugehen. Bei kunstnahen Anlässen wirken Galerieräume inspirierend, während Incentive-Events im Grünen Teambuilding fördern.
Stimmungsbilder als Entscheidungshelfer
„Fotos zeigen oft nur den besten Moment. Ein leerer Saal wirkt anders als dekoriert und beleuchtet.“ — Julia Kleinert, Eventmanagerin
Eigene CI-Farben oder Markenbotschaften lassen sich am besten in neutral gehaltenen Locations inszenieren.
Konzepte, die in Erinnerung bleiben
Erlebnisgastronomie, ungewöhnliche Lichtinstallationen oder eine markante Architektur verwandeln Veranstaltungen in bleibende Erinnerungen. Wer Gäste begeistern will, setzt auf einen Ort mit "Wow-Effekt".
Technische Ausstattung und Infrastruktur
Der unsichtbare Rückhalt gelungener Veranstaltungen
Kameras, Mikrofone, leistungsfähiges WLAN, eine professionelle Ton- und Lichtanlage – ohne die passende Technik gerät jede Präsentation ins Wanken. Typische Fallstricke: Kein ausreichend schnelles Internet, zu wenige Steckdosen, veraltete Projektoren oder schlechte Akustik. Fachpersonal vor Ort verhindert böse Überraschungen, besonders bei Hybrid-Events mit Videoübertragung oder Livestream.
Zitat zur Infrastruktur
„Wer bei der Technik spart, spart am falschen Ende.“ — EventPro Magazin, 2022
Prüfen Sie vorab die Notfallpläne für Strom- oder Internetausfälle. Notstromaggregate und Technikerbereitschaft bieten Sicherheit.
Räumliche Voraussetzungen und Technikbedarf
Geringe Deckenhöhe kann die Akustik beeinträchtigen. Dunkle Räume oder fehlende Beschattung erschweren Präsentationen. Tipp: Eine Checkliste für technischen Bedarf erleichtert die Besichtigung.
Preisstruktur und Kostenkontrolle
Kostenfallen erkennen und vermeiden
Transparenz ist gefragt. Eine offene Preisliste mit klaren Angaben zu Inklusivleistungen und Zusatzkosten schützt vor bösen Überraschungen. Ist eine Reinigungspauschale inkludiert? Fallen Gebühren bei später Raumnutzung an? Ein Beispiel: Mancherorts kostet jeder zusätzliche Stuhl extra, anderswo sind Basistechnik oder Mobiliar bereits enthalten. Ein detailliertes Angebot schafft Planungssicherheit und Vergleichbarkeit.
Zitat zum Preis-Leistungs-Verhältnis
„Nicht der niedrigste Preis, sondern das beste Preis-Leistungs-Verhältnis entscheidet.“ — Verbraucherzentrale, Magazin „Effektiver Planen“, 2023
Sachliche Kostenvergleiche immer mit identischen Leistungen anstellen. "Billig" ist für Events selten die beste Wahl.
Unvermeidbare Zusatzkosten
Für Technik, Reinigung, Sicherheitspersonal oder GEMA-Gebühren entstehen oft Zusatzkosten. Diese bereits im Vorfeld klären, um das Budget realistisch zu planen.
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Catering und Verpflegungsmöglichkeiten
Von Buffettraum bis Allergiker-Sicherheit
Das gastronomische Angebot beeinflusst maßgeblich das Event-Erlebnis. Buffet, gesetztes Dinner oder Flying Food – die Möglichkeiten sind vielfältig. Relevante Kriterien: Qualität, Auswahl, Flexibilität bei Unverträglichkeiten, Getränkekonzepte. Manche Locations arbeiten exklusiv mit eigenen Caterern, andere bieten freie Wahl. Beim Probemenü zeigt sich die wahre Klasse.
Catering als Gesamterlebnis
„Essen bleibt im Gedächtnis. Begeisterte Gäste empfehlen Events weiter.“ — Event-Chefkoch Oliver Jensen
Sonderwünsche oder ein Mitternachtssnack verursachen Zusatzkosten. Frühzeitig klären hilft Budget und Stimmung.
Probeessen statt blinder Zusage
Wertvolle Hinweise liefern Bewertungen anderer Veranstalter, aber selbst testen überzeugt mehr. Ein Probeessen mit verschiedenen Gängen deckt Schwächen rechtzeitig auf.
Flexibilität und Individualisierung
Gestaltungsfreiraum schafft Unverwechselbarkeit
Ob Tag der offenen Tür, Motto-Party oder exklusive Produktpräsentation – die Möglichkeit, den Veranstaltungsort individuell zu gestalten, ist ein entscheidender Mehrwert. Einer der häufigsten Kritikpunkte: zu starre Vorgaben des Betreibers. Leihmobiliar, Dekoration, eigene Technik, spezielle Lichtszenarien – hier entscheidet die Offenheit der Location über den Charakter der Veranstaltung.
Individualität mit Einschränkungen
„Je flexibler der Betreiber, desto kreativer das Event.“ — Location Award Jury, 2023
Sonderleistungen, Bühnenumbauten oder individuelle Technikwünsche bitte schriftlich fixieren lassen. Änderungen kurz vor Eventstart verursachen den höchsten Stressfaktor.
Atmosphäre nach Maß
Neben Deko und Technik betrifft Flexibilität auch die Zeitschiene: Wann sind Auf- und Abbau möglich? Darf bis spät gefeiert werden? Individuelle Wünsche im Vorfeld klären, so werden Überraschungen am Tag X vermieden.
Service und Betreuung vor Ort
Der Mensch macht den Unterschied
Ein engagiertes, erfahrenes Team vor Ort ist häufig der unterschätzte Schlüssel zum Erfolg. Fester Ansprechpartner, professionelle Eventbetreuer, hilfsbereite Technikcrew – sie alle sorgen im Hintergrund für einen reibungslosen Ablauf. Beispiele aus der Praxis zeigen: Lokale Dienstleister mit Erfahrung in der Veranstaltungsbranche reagieren schneller und flexibler auf spontane Herausforderungen als wechselndes Saisonpersonal.
Verlässlichkeit und Unterstützung
„Ein aufmerksames Serviceteam merkt, was Gäste brauchen, bevor es ausgesprochen wird.“ — Hotelier-Legende Horst Rahe
Sorgen Sie für klare Kommunikationswege und testen Sie vorab die Erreichbarkeit der Location-Manager bei Rückfragen.
Parkplätze und Übernachtungsmöglichkeiten
Komfort und Logistik im Blick
Großevents in Stadtnähe oder im Grünen: Die Parkplatzfrage entscheidet mit. Zu wenige Stellplätze, hohe Gebühren oder abgeschiedene Tiefgaragen mindern die Erreichbarkeit. Direkt zugehörige Übernachtungsmöglichkeiten sparen Zeit, besonders für längere Tagungen, Hochzeiten oder Events mit angereisten Gästen. Gute Beispiele: Ein Hotelkongresszentrum oder Landgut mit Gästehaus. Shuttle-Services zwischen Location und Hotel werden zunehmend wichtiger.
Zitat zur Logistik
„Die besten Events enden nicht morgens an der Bushaltestelle.“ — Eventlogistikerin Marion Ruppert
Erkundigen Sie sich vorab, ob ausreichend barrierefreie Stellplätze und familienfreundliche Zimmer vorhanden sind. Gerade bei Inklusionsveranstaltungen essenziell.
Sicherheit, Zugänglichkeit und Barrierefreiheit
Verantwortung für Gäste und Betreiber
Brandschutz, Evakuierungspläne, Barrierefreiheit: Bei größeren Veranstaltungen schreibt das Gesetz Standards vor. Doch auch abseits der Pflicht ist eine freundliche Zugänglichkeit für Rollstuhlfahrer, Familien mit Kinderwagen oder Senioren ein echter Pluspunkt. Inklusionsfreundliche Wege, Aufzüge, geeignete Sanitäranlagen oder Leitsysteme geben allen Gästen ein gutes Gefühl. Best Practice: Zertifizierte barrierefreie Locations und Checklisten für besondere Bedürfnisse.
Zitat zur Sicherheit
„Barrierefreiheit und Sicherheit sind keine Kür, sondern Pflicht.“ — Sozialverband VdK
Erkundigen Sie sich, ob für die Location aktuelle Brandschutzzertifikate vorliegen. Im Zweifel sind persönliche Begehungen mit Verantwortlichen ratsam.
Prävention und Wohlfühlfaktor
Checklisten der Verbraucherzentrale sowie Empfehlungen der Berufsgenossenschaften bieten eine strukturierte Grundlage für Sicherheitsfragen. Reale Szenarien testen: Evakuierungswege, Erste-Hilfe-Set, Kennzeichnung und Beschilderungen.
Entscheidungsmatrix: Die zehn Kriterien im Überblick
Vorteile & Nachteile auf einen Blick
Vorteile
- Erhöhte Planungssicherheit
- Bessere Vergleichbarkeit von Locations
Nachteile
- Hoher Rechercheaufwand
- Eventuell höhere Kosten durch Zusatzwünsche
Checkliste für die Praxis
- Kapazität, Raumaufteilung und Mobiliar prüfen
- Erreichbarkeit für alle Gäste absichern
- Technische Ausstattung testen
- Service- und Catering-Bedingungen klären

Weiterführende Informationen und seriöse Quellen
Empfehlenswerte Ratgeber finden sich bei der Verbraucherzentrale, Stiftung Warentest („Anbieter von Eventlocations im Test“, 2022) und auf Fachportalen wie eventlocations.com. Bei Events mit besonderen Anforderungen lohnt sich der direkte Austausch mit zertifizierten Eventmanagern.
Zielgruppen im Blick
Perspektive für 20–40 Jahre
Ob Hochzeit, Party oder Betriebsfest – diese Zielgruppe legt Wert auf Flexibilität, zeitgemäße Technik und individuelles Ambiente. Locations mit Instagram-würdigen Fotospots und schnellen ÖPNV-Verbindungen punkten besonders.
Perspektive für 40–60 Jahre
Planungssicherheit, reibungslose Abläufe und angenehmer Komfort rücken in den Fokus. Ausgefeilte Kulinarik, gute Erreichbarkeit und professionelle Betreuung stehen hier im Vordergrund.
Perspektive ab 60
Barrierefreiheit, Sicherheit, bequeme Anfahrt und ein persönliches Servicekonzept sind für diese Gruppe entscheidend. Erfahrungswerte und Empfehlungen aus dem eigenen Netzwerk beeinflussen die finale Wahl meist deutlich.
„Jede Eventlocation ist nur so gut wie ihre Anpassungsfähigkeit an die konkreten Gäste und Ziele.“
Stiftung Warentest, Eventlocations im Test 2022
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